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FM-Solutionmaker: Gemeinsam Facility Management neu denken

Übernahmewellen und Abhängigkeiten verbindlich terminieren

Facility Management: Geschäftsfeldentwicklung » Provider » Geschäftsfeldentwicklung » Insourcing-Ablaufplanung

Übernahmewellen aus zusammenhängenden Leistungen bilden

Die Ablaufplanung verbindet übernehmbare Leistungspakete zu sinnvollen Wellen. Maßgeblich ist, wel-che Umfänge fachlich getrennt betrieben werden können und welche gemeinsame Voraussetzungen be-nötigen. Drei Standorte können beispielsweise dieselbe Einführungsmannschaft und gemeinsame tech-nische Arbeitsgrundlagen nutzen. Eine gleichzeitige Übernahme aller Standorte wäre dann nur bei ent-sprechend verfügbarer Unterstützung plausibel. Die Wellenübersicht benennt enthaltene Pakete, be-troffene Standorte und die vorgesehene Reihenfolge. Bei einem Dienstleister werden zusätzlich die un-terschiedlichen Kundenverpflichtungen berücksichtigt. Ein passender Zeitpunkt für die Rückführung eines Nachunternehmeranteils lässt sich nicht ohne Weiteres auf sämtliche betreuten Kunden übertragen.

Ablaufplanung für eine strukturierte Insourcingumsetzung

Vorgänge über ihre tatsächlichen Voraussetzungen verknüpfen

Der Gesamtterminplan beschreibt je wesentlichem Vorgang Ergebnis, Verantwortliche, Bearbeitungs-dauer und vorausgesetzte Beiträge. Eine Datenbereitstellung kann etwa Voraussetzung für die Einrich-tung eigener Arbeitsgrundlagen sein; diese können wiederum für die betriebliche Vorbereitung benötigt werden. Solche Beziehungen werden ausdrücklich verknüpft. Bestätigte Ressourcenbeiträge und verfüg-bare Zeitfenster gehen als Voraussetzungen ein. Die Planung unterscheidet außerdem fachliche Bear-beitungszeit von Wartezeiten auf Entscheidungen oder fremde Leistungen. Ein vorhandener Endtermin ersetzt diese Zusammenhänge nicht. Erst die verknüpfte Darstellung zeigt, welche Verzögerungen nach-folgende Arbeiten tatsächlich verschieben und wo zeitlicher Spielraum besteht, ohne das vereinbarte Er-gebnis zu verändern.

Planungsbestandteil

Erkennbares Ergebnis

Übernahmewelle

Zusammengehörige Pakete mit Standort- oder Kundenbezug.

Vorgangsverknüpfung

Benötigte Vorleistung und Wirkung einer Verzögerung.

Meilenstein

Nachweisbarer Zustand mit zuständiger Entscheidung.

Zwischenregelung

Getragene Leistung zwischen den einzelnen Übernahmen.

Meilensteine mit einem erkennbaren Ergebnis verbinden

Ein Meilenstein bezeichnet einen nachweisbaren Zustand oder eine erforderliche Entscheidung. Geeig-net sind beispielsweise bestätigte Paketgrenzen, verfügbare Arbeitsgrundlagen oder die Entscheidung über eine bestimmte Übernahmewelle. Für jeden Punkt stehen benötigte Unterlagen, verantwortliche Vorbereitung und zuständige Entscheidung fest. Fachliche Freigaben werden als eigenständige Voraus-setzungen berücksichtigt; der Terminplan ersetzt deren Beurteilung nicht. Auch zeitliche Bindungen aus bestehenden Vereinbarungen werden in den Ablauf aufgenommen. Stimmen vorgesehener Wechsel-zeitpunkt und verfügbare Voraussetzungen nicht überein, braucht es eine ausdrücklich entschiedene An-passung. Ein bloß unverändert fortgeschriebenes Zieldatum macht die fehlende Voraussetzung nicht ver-fügbar.

Zwischenstände zwischen den Wellen ausdrücklich planen

Bei mehreren Übernahmewellen entstehen zeitweilig unterschiedliche Leistungszustände. Die Übersicht hält fest, welche Pakete bereits intern getragen werden, welche weiterhin extern bleiben und welche ge-meinsamen Beiträge beide Seiten benötigen. Eine zentrale Materialversorgung oder eine gemeinsame Störungsannahme kann während dieses Zeitraums mehrere organisatorische Grenzen verbinden. Dafür werden Zuständigkeit, Beginn und vorgesehenes Ende der Zwischenregelung benannt. Zusätzliche Ko-ordination erscheint als eigener Planungsbedarf. Das verhindert, dass eine gestaffelte Übernahme zwar durch Termine geordnet wirkt, ihr tatsächlicher Zwischenbetrieb jedoch unbeplant bleibt. Jede Welle muss mit den weiterhin bestehenden Leistungszusammenhängen der anderen Standorte oder Kunden vereinbar sein.

Den Terminstand anhand eingetretener Veränderungen fortschreiben

Die Fortschreibung unterscheidet vereinbarte Termine, tatsächlichen Bearbeitungsstand und voraussicht-liche Ergebnisse. Verschiebt sich eine notwendige Datenbereitstellung, werden die betroffenen Nachfol-ger und Entscheidungstermine sichtbar angepasst. Gemeinsame knappe Beiträge können auch spätere Wellen betreffen. Der aktualisierte Plan zeigt deshalb nicht nur die örtliche Verzögerung, sondern ihre Wirkung auf den Gesamtverlauf. Erforderliche Entscheidungen werden mit möglichen Handlungsalterna-tiven vorgelegt. Eine geänderte Reihenfolge kann geeignet sein, sofern sie die fachlichen Abhängigkeiten weiterhin erfüllt. Nach Bestätigung wird derselbe Terminstand für die beteiligten Bereiche verbindlich. Der Ablauf bleibt damit eine belastbare Grundlage für Zusammenarbeit und Entscheidungen. Der ursprüng-lich bestätigte Ablauf bleibt als Vergleich erhalten, damit eine neue Planfassung bereits entstandene Ab-weichungen nicht aus der Bewertung entfernt.